Im Rahmen der Kuratoriumssitzung im November 2025 wurde der Forschungsantrag „Psychotechnik in Österreich, 1920-1950“ durch den österreichischen Wissenschaftsfonds genehmigt. Unter der Projektleitung von Prof. Dr. Dr. Martin Wieser wird im Rahmen des Projekts die Entstehung und Entwicklung der angewandten Psychologie in Österreich von Anfang der 1920er Jahre über die Zeit des Austrofaschismus und Nationalsozialismus bis zur Nachkriegszeit rekonstruiert. Im Zentrum der Analyse steht das Psychotechnische Institut Wien, das Werk und Leben des Gründers Karl Hackl, und die am Institut ausgebildeten „Psychotechniker“ und „Psychotechnikerinnen“, die sich auf dem Gebiet der psychologischen Eignungstestung und Berufsberatung im Laufe der Zwischenkriegszeit ihr eigenes Praxisfeld eroberten.

Die wichtigste Grundlage der wissenschaftsgeschichtlichen Analyse bilden die umfangreichen Aktenbestände des Psychotechnischen Instituts, die dank der Unterstützung von Susanne Hackl-Grümm, der heutigen Leiterin des Instituts und Enkelin des Gründers, für das Forschungsteam zur Verfügung gestellt wurden.

Neben diesen Dokumenten werden im Rahmen des Projektes eine Vielzahl weiterer publizierter und nicht publizierter Quellen aus erschlossen und analysiert, um die Entwicklung des psychologischen Berufs unter unterschiedlichen politischen – demokratischen, autoritären und totalitären –  Rahmenbedingungen zu rekonstruieren.

Nähere Informationen zum folgen in Kürze.

*Bildnachweis Quelle: Psychotechnisches Institut Wien/Susanne Hackl-Grümm


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