SFU Berlin | Graduierungsfeier 2026
Am 19. Juni 2026 feierte die SFU Berlin im Kulturforum der österreichischen Botschaft zu Berlin ihre diesjährige Graduierungsfeier. Gemeinsam mit Absolvent*innen, Angehörigen, Freund*innen sowie Lehrenden wurden akademische Abschlüsse gewürdigt und zugleich neue berufliche Wege eröffnet.
Unser besonderer Dank gilt Johanna Rohland-Lindner, Direktorin des Österreichischen Kulturforums Berlin, für ihre klugen und inspirierenden Worte zur Bedeutung der Academia & Diplomatie als EIN Ort von Wissenschaft, Kunst und gesellschaftlichem Dialog.
Musikalisch begleitet wurde die Akademische Feier von der Pianistin Senka Brankovic. Einen besonderen Akzent setzte zudem Mutlu Işdar, Studierender im BA Programm Psychotherapiewissenschaft, der die Feier mit einem virtuosen Beitrag auf der Querflöte eröffnete.
Department für Psychotherapiewissenschaft
Department für Psychotherapiewissenschaft
Die diesjährige Graduierungsfeier markierte für das Department für Psychotherapiewissenschaft einen besonderen Moment. Mit den Absolvent*innen der reformierten und übergangsgeregelten Studien- und Ausbildungswege wurde zugleich sichtbar, wie sich das Fach Psychotherapie in den vergangenen Jahren verändert hat.
Verabschiedet wurden Absolvent*innen des BA Studiums Psychotherapiewissenschaft, die ersten Absolvent*innen des reformierten PTW Kombinationsstudiengangs Psychotherapie mit Diplom und Approbation, approbierte und fachkundige Psychol. Psychotherapeut*innen (VT & TP), Kunsttherapeutinnen Master of Arts sowie Psychoanalytikerinnen in Ausbildung.
Damit wurde eine akademische und professionelle Entwicklung sichtbar, die vor wenigen Jahren noch kaum vorstellbar gewesen wäre: ein universitärer Bildungsweg, der vom Studium über die Approbation bis in die fachpsychotherapeutische Weiterbildung reicht.
In den Festreden wurden Gedanken des Künstlers Paul Klee aufgegriffen. Klee verstand sein Werk Ad Parnassum (1932) nicht als Darstellung eines erreichten Gipfels, sondern als Ausdruck eines fortwährenden Suchens und Gestaltens. Auch für die Psychotherapie & Kunsttherapie gilt, dass Wissen niemals abgeschlossen ist. Professionelles Handeln entsteht nicht aus Gewissheit allein, sondern aus der Fähigkeit, Wissen und Nicht-Wissen gleichermaßen auszuhalten.
Psychotherapeutisches Arbeiten bewegt sich stets in einer Balance zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und Offenheit für das, was sich erst im psychotherapeutischen Prozess erschließt. Gerade die Anerkennung der Grenzen des eigenen Wissens bildet dabei eine wesentliche Voraussetzung professioneller Verantwortung.
Die Graduierungsfeier machte deutlich, dass Psychotherapie heute mehr denn je als akademischer Heilberuf verstanden wird, dessen Entwicklung von Hochschul-, Gesundheits- & Berufspolitik, Forschung, Lehre, Versorgung und Weiterbildung gleichermaßen getragen werden muss.
Mit ihren Abschlüssen treten die Absolvent*innen am Department für Psychotherapiewissenschaft nun als Teil einer wachsenden scientific practitioner community in die nächste Phase ihrer beruflichen Entwicklung ein. Sie werden Gegenwart & Zukunft der Psychotherapie in Wissenschaft, Versorgung, Lehre und Gesellschaft mitgestalten.
Wir gratulieren unseren Absolventinnen und Absolventen sehr herzlich!
Department für Psychologie
Department für Psychologie
Die Graduierungsfeier bot auch dem Department für Psychologie Gelegenheit, den Blick über den Studienabschluss hinaus auf die Bedeutung universitärer Bildung zu richten.
In seiner Festrede eröffnete Martin Wieser, stellvertretender Leiter des Departments für Psychologie, einen historischen Blick auf die Entwicklung der Universität. Er erinnerte daran, dass Universitäten seit ihren Anfängen als freie Orte des Denkens verstanden wurden – als Räume für wissenschaftlichen Dialog, kritischen Austausch und das gemeinsame Ringen um Erkenntnis. Gerade unter den Bedingungen einer zunehmend regulierten Wissenschafts- und Hochschullandschaft sei es eine bleibende Aufgabe, diese Freiräume immer wieder neu zu gestalten und zu verteidigen. Die Absolvent*innen der SFU, so seine Botschaft, hätten während ihres Studiums erfahren, wie wichtig es ist, sich offen, kritisch und verantwortungsvoll mit unterschiedlichen Perspektiven auseinanderzusetzen.
An diesen Gedanken knüpfte Meine Watzlawik an. Sie lenkte den Blick auf die persönliche Dimension des Studienabschlusses und erinnerte daran, dass zwischen Leistungsansprüchen, Zukunftsplänen und beruflichen Zielen leicht aus dem Blick geraten kann, was uns unmittelbar umgibt: die Menschen, die unseren Weg begleitet haben, und die besonderen Momente, die es wert sind, bewusst erlebt zu werden. Sie lud die Absolvent*innen ein, im Hier und Jetzt innezuhalten, gemeinsam zu feiern und mit Stolz auf das Erreichte zurückzublicken.
Die Beiträge machten deutlich, dass wissenschaftliche Bildung weit über den Erwerb fachlicher Kompetenzen hinausgeht. Sie lebt von der Fähigkeit zum kritischen Denken, vom offenen Dialog und von der Bereitschaft, Verantwortung für Wissenschaft und Gesellschaft zu übernehmen.
Mit ihrem Studienabschluss treten die Absolvent*innen des Departments für Psychologie nun in die nächste Phase ihrer beruflichen und persönlichen Entwicklung ein und werden die vielfältigen Handlungsfelder der Psychologie künftig mit ihrem Wissen und ihrer Haltung mitgestalten.
Hier finden Sie alle Fotos der Graduierungsfeier 2026 zum Download.
Passwort: SFUBerlin2026
©Sigmund Freud PrivatUniversität Berlin/Magdalena Possert
Department Psychotherapiewissenschaft
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