SFU Wien & Berlin | Lehrforschungsprojekt „Geteilte Lebenswelten“

Lehrforschungsprojekt „Geteilte Lebenswelten“ – Erfahrungen von der Friedensburg Schlaining

Vor dem Hintergrund sozialer Vielfachkrisen in Europa stellt sich die Frage, was europäische Gesellschaften und Gemeinschaften zusammenhält mit neuer Vehemenz. Im Zusammenhang damit beschäftigt sich das Lehrforschungsprojekt „Geteilte Lebenswelten“ des Fachbereichs Sozialpsychologie der SFU Wien und Berlin.

Die Studierenden und Lehrenden der Qualitativen Methoden und der Sozialpsychologie erforschen europäische Konflikt- und Vergemeinschaftungsprozesse sowie deren lebensweltliche und  handlungspraktische Dimensionen. Im Rahmen des Projektes führte die Feldforschung Studierende in vielfältige Wohnsituationen ein, wie feministische Wohnprojekte, Studierendenheime, Senior*innenheime, soziale Wohnbauten und Heime für Geflüchtete in Berlin und Wien.

Österreichisches Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung

Bei einem dreitägigen Workshop vom 4. bis 6. Juli im Österreichischen Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung auf der Burg Schlaining bot sich nun erstmals die Möglichkeit, das vielfältige Material aus Wien und Berlin zusammenzubringen, zu diskutieren und erste Ergebnisse zu formulieren. Durch die Kooperation mit Expert*innen der Friedensburg Schlaining konnten die ersten Klärungsansätze zur prozesshaften Herstellung von Zusammengehörigkeit und Konfliktdynamiken im Alltagsleben in einen fruchtbaren Austausch mit Perspektiven der kritischen Konflikt- und Friedensforschung gebracht werden. Alles in allem hat dieser gelungene Austausch erste Ergebnisse geliefert, neue Fragen aufgeworfen und viele persönliche Begegnungsmomente zwischen Wiener und Berliner Studierenden und Lehrenden geschaffen.

Ars Dozendi Shortlist-Nominierung

Die gemeinsame Lehrveranstaltung der SFU Wien und Berlin: „Geteilte Lebenswelten“ (Proseminare Qualitative Methoden & Übungen in Sozialpsychologie), wurde mit einer „Ars Docendi Shortlist-Nominierung“ (Staatspreis für exzellente Lehre) durch das österreichische Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung ausgezeichnet. Die Nominierung fand in der Kategorie: „Forschungs- und kunstgeleitete Lehre, insbesondere die Förderung von kritischem Denken, Dialogorientierung, Methodenkompetenz“ statt.