Do16. AprDas Subjekt in der Psychotherapie | BuchpräsentationDonnerstag, 16. April 2020, 18:00  Termin in Kalender eintragen

Subjekt und Lebenswelt: Personzentrierte Systemtheorie für Psychotherapie, Beratung und Coaching

Prof. Dr. Kriz Werk „Subjekt und Lebenswelt“ führt den fachkundigen wie auch fachfremden Leser in eine komplexe Mehr-Ebenen-Konzeption, die sich an verschiedenste psychotherapeutische und beraterische Berufsgruppen wendet: vom Arzt, Psychologen, Heilpraktiker, bis zum zukünftigen Psychotherapiewissenschaftler.

Der von Prof. Dr. Kriz konzipierte und vorgestellte Ansatz der Personzentrierten Systemtheorie bedient sich unterschiedlichster Ebenen wie u.a. der körperlichen, psychischen, interpersonellen und gesellschaftlichen Prozesse. Er bietet eine multidimensionale Betrachtungsweise, von welcher mannigfache Psychotherapieschulen profitieren können: denn jeder Patient oder Klient ist einzigartig und sein Fall, wie auch seine Behandlung sollte von mehr als einer orthodoxen, stringenten Perspektive betrachtet werden können.

Anhand von Fallbeispielen werden eindrucksvoll und prägnant verschiedene Mehr-Ebenen-Perspektivenwechsel zum Verständnis und der theoretischen Vorwegüberzeugung des Falles ermöglicht. Obgleich die Personzentrierte Systemtheorie von Prof. Dr. Kriz holistisch und therapieschulenübergreifend ist, enthält sie eine starke humanistische Färbung. Allerdings liegt hierbei die Besonderheit, denn dieses Werk ist sogar für einen durch und durch psychodynamisch geprägten Leser und Verfasser dieser Rezension außerordentlich lehrreich und aufgrund der Definitionen und klaren Erläuterungen auch für den „schulenfremden“ Leser leicht bekömmlich.

Prof. Dr. Jürgen Kriz ist approbierter Psychologischer Psychotherapeut sowie Emeritus für Psychotherapie und Klinische Psychologie an der Universität Osnabrück. Er ist Ehrenmitglied mehrfacher psychotherapeutischer Fachgesellschaften. Mannigfaltige Auszeichnungen, unter anderem 2004 den Viktor-Frankl-Preis der Stadt Wien für das Lebenswerk in Humanistischer Psychotherapie, 2014 den AGHPT-Award der „Arbeitsgemeinschaft humanistische Psychotherapie“ und jüngst 2019 den Egnér-Preis.

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