Mi15. MaiSportpsychologie | „Alles geschieht im Kopf“Mittwoch, 15. Mai 2019, 18:00  Termin in Kalender eintragen

Die Sportpsychologie und ihre Aufgabengebiete

Die Psychologie hält immer stärker Einzug in den Sport. Es gibt kaum mehr eine*n ernstzunehmende*n Leistungssportler*in auf internationalem Niveau, der*die sich nicht auch von Psycholog*innen coachen, beraten oder betreuen lässt. Gleiches gilt auch für Teamsportarten, sei es nun Fußball, Segeln oder Basketball. Denn nur circa 35 Prozent aller Sportler*innen können ihre Leistungen, die sie im Training erbringen auch bei Wettkampfhöhepunkten umsetzen.

Die Psyche spielt eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, genau am Tag X (z.B. Tag der Europameisterschaft) seine Höchstform abrufen zu können. Aber auch das Verarbeiten von Niederlagen oder Verletzungen ist eine große psychische Herausforderung, bei der Sportpsycholog*innen große Unterstützung leisten können. Weiterhin sind das Erarbeiten von realistischen und herausfordernden Zielsetzungen, die Verbesserung der Selbstregulationsfähigkeit und der Konzentrationsfähigkeit, aber auch die Entwicklung der Persönlichkeit der Athlet*innen weitere wichtige Aufgaben der Sportpsychologie. Wenn mit Teams gearbeitet wird, sind die Bearbeitung und Reflexion von Teamdynamiken und die Entwicklung eines Teamgeistes zentral. Und nicht zuletzt gehört auch die Zusammenarbeit mit Trainer*innen und Angehörigen zum Tätigkeitsbereich.

Ist die Sportpsychologie ein potentielles Arbeitsfeld für Sie?
Wir laden Sie ein, mit dem Referenten Dr. Franz Edlinger über die Zugänge zum Arbeitsfeld der Sportpsychologie sowie die speziellen Aufgabenbereiche zu diskutieren und Fragen zu stellen.

 

Dr. Franz Edlinger SFU Berlin Dr. Franz Edlinger
Arbeitet als Psychotherapeut im Zentrum für integrative Schmerzmedizin im Franziskus-Krankenhaus in Berlin. Zuvor war er jahrelang in der Krisenintervention in Linz/Österreich tätig.

Als aktiver Judo-Sportler begann er vor Jahren sich mit der Verbindung dieser beiden „Welten“ – einerseits Sport und andererseits die Psychotherapie – auseinanderzusetzen und bildete sich zum Mentalcoach und Sportpsychotherapeuten weiter. Er betreute sowohl Leistungs- als auch Nachwuchssportler*innen aus unterschiedlichen Sportarten (Rudern, Kunstturnen, Judo, Schispringen, Karate, Radfahren, Kendo, Tennis) und vermittelte sportpsychologisches Know-how auch an Trainer*innen und Instruktor*innen im Rahmen deren Aus- und Weiterbildung.